Das Paradoxon von Angebot und Nachfrage

Einleitung

Wenn man in einem Netzwerk einen Knoten hat, der seine Aufgabe als die wichtigste im gesamten Netzwerk ansieht, wird er keine Motivation haben seine Aufgabe gut, geschweige denn besonders gut, zu erfüllen. Er wird auch keine Eile damit haben, da seine Aufgabe sowieso die wichtigste ist. Obwohl, gerade wenn es tatsächlich so wäre, dass seine Aufgabe die wichtigste ist, das Netzwerk dringendst auf deren Erfüllung wartet und davon abhängig ist. Das heißt, gerade wenn er denkt er wäre der Wichtigste müsste er unbedingt eine perfekte Aufgabe abliefern und das so schnell wie möglich. Teilweise liegt es dann auch an dem Anspruch zur Perfektion, also der Anspruch, den der Knoten sich selbst aufgrund seiner eigenen Prämisse stellt, dass der Knoten sich überfordert fühlt. Den aus dieser Überforderung entstehende Unmut projiziert er dann zusätzlich auf das Netzwerk ohne zu merken, dass nur er selbst dafür verantwortlich ist. Der Knoten hasst also einerseits seine Aufgabe, was seine Motivation extrem schmälert, und andererseits liebt er sie, weil sie aus seiner Sicht die Wichtigste ist. Er muss sie auch lieben, um seine Akzeptanz ihr gegenüber zu rechtfertigen, denn ansonsten wüsste er nicht, warum er sie nicht abgibt, wenn er sie doch hasst. Ein Paradoxon eben.
Gleichzeitig schätzt der Knoten die Aufgaben des Netzwerks gering und hat daher kein Verständnis für die Fehler oder Zeitverzögerungen der Anderen. Dabei projiziert er seinen ganzen Hass gegen sich selbst in den Kampf gegen die anderen Knoten (wegen ihrer Unwichtigkeit und Fehlerhaftigkeit) und zerstört dadurch das Netzwerk. Diese Zerstörung ist im natürlich auch einerlei, da er davon ausgehen muss das Netzwerk nicht zu benötigen, und außerdem ja nur unwichtige Funktionen zu opfern.
Diesem Paradoxon kann nur entgangen werden, wenn der Knoten entweder teamfähig wird oder das Netzwerk verlässt.

Die Verbindung zu Angebot und Nachfrage

Wenn ein Marketer davon ausgeht, sein Produkt sei das aller wichtigste…

Um es kurz zu machen: Wenn sich ein Marketer dazu entscheidet, sein(e) Produkt(e) in einem Netzwerk (Partnerschaft, Produktverbund, u.ä.) zu vertreiben, schadet es seinen Umsätzen, wenn er bzw. seine Produkte nicht netzwerkfähig sind. Dann sollte er besser einen Alleinvertrieb anstreben.